Die Ratte

Ich bin nur ein kleines Wesen in der Welt vieler Großen.
Gutes hat man über mich selten gelesen, mich immer wieder verstoßen.
In Ihrer Unwissenheit haben die Menschen mich angelockt durch Abfall
- achtlos weggeschmissen in die Natur
für uns das große Fressen pur und hassen uns nun hierfür.
Aber alles hat mal ein gutes Ende:
Viele Menschen öffnen uns ihre Hände.
Und seht nur, was halten sie dort! Ein Rättchen -zart und behende.
Sie kosen und lieben es immerfort. So hat dieser Haß einen Sinn bekommen,
hat vielen Menschen den Ekel genommen.
Wir sind nicht viel anders wie Hund oder Katzen
nur nennt man uns eben Ratzen.

(China unbek. Autor)

 

Wenn man erzählt, dass man Ratten als Haustiere hat, kommt zu 99 % erstmal eine Reaktion: "Iiiiiiihhh! Ratten!" 

 Es ist sehr schade und auch völlig unfair den Tieren gegenüber, dass sie ein solch negatives Image in der Öffentlichkeit haben. Ratten sind nämlich überhaupt nicht dreckig oder ekelig. Es sind sehr saubere, soziale und intelligente Tiere.

Die Farbratte, auch Großmaus genannt, stammt von der wilden Wanderratte ab und ist durch Züchtung den Ansprüchen und Bedürfnissen des Menschen angepasst worden.  Etwa gegen Anfang des 20. Jahrhunderts begann die Domestikation (Haustierwerdung) der Wanderratte. Fahrende Zirkusleute und Schausteller entdeckten Albinos von Wanderratten für sich und stellten sie aus. Dabei entdeckten sie schnell, dass diese Tiere und ihre Nachkommen immer zahmer  und friedlicher als ihre wilden Vorfahren waren. Später wurden die Tiere auch für Labore und Versuchstierinstitute gezüchtet, was den Tieren auch den zusätzlichen Namen Laborratte einbrachte. Besondere Bedeutung erlangte hierbei das Wistar Institute for Anatomy and Biology der University of Pennsylvania, Philadelphia  (USA), das etwa 1906 damit begann, Ratten als „standardisierte“ Labortiere zu züchten. Sie sind heute als sogenannte Wistar-Ratten  oder WISTARAT bekannt und in vielen Forschungslaboren auf der ganzen Welt vertreten. Von 1957 bis 1994 züchtete in Deutschland das Zentralinstitut für Versuchstierzucht Ratten für die Verwendung in Laboren.
In der Folgezeit bildeten sich immer mehr Farbvarianten heraus, was sie meist optisch deutlich von ihren wilden Verwandten unterscheidet. Deswegen bürgerte sich der Begriff Farbratte für die domestizierten Tiere ein. Bei der weiteren Züchtung wurde später besonders auf genetische Vielfalt geachtet. Inzwischen gibt es deutliche Unterschiede in Physiologie (Körperfunktionen), Anatomie (Körperbau) und Verhalten zwischen wilden Wanderratten und Farbratten.

Ratten haben einen mal stärker mal schwächer ausgeprägten Bewegungsdrang. Aufgrund der Tatsache, dass Ratten ein konvex gewölbtes Rückgrat besitzen, können Laufräder (durch die Bewegung "im Hohlkreuz") schwere Rückenschäden bei diesen Tieren verursachen. Daher werden sie im Gegensatz zu anderen Kleintieren Laufräder nicht akzeptieren, sondern benötigen ausreichend anderweitige Bewegungsmöglichkeit, bevorzugt durch einen ausreichend großen Käfig. Zu beachten ist auch, dass der Gitterabstand nicht zu groß sein darf: bekommt eine Ratte ihren Kopf durch eine Öffnung, passt auch der restliche Körper hindurch. Hasenkäfige scheiden deswegen häufig als Behausung aus.
Die Tiere werden nur maximal 2,5 bis 3 Jahre alt. Zudem erkranken ältere Ratten sehr oft an Mykoplasmose, Tumoren und Abszessen, wobei sie tierärztlicher Behandlung bedürfen.
Farbratten sind ebenso wie ihre wilden Vorfahren Allesfresser, die sich überwiegend pflanzlich ernähren.

Ratten haben ein sehr ausgeprägtes Revierverhalten. Fremde Tiere, die das Revier eines Rudels betreten, werden vertrieben oder getötet. Dies sollte bei der Haltung von Ratten als Haustiere bedacht werden. Wenn neue Tiere geholt werden, muss eine Integration durchgeführt werden, um Verletzungen oder Todesfälle zu vermeiden. Dieses Revierverhalten ist bis zur zehnten Lebenswoche noch nicht vorhanden.

Quelle: Wikipedia

 

 Und wer kann bei solchen Fotos noch sagen, das seien ekelige Tiere:

   

 


 

 

 

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