Es gibt Menschen / historische Persönlichkeiten, die einen von jeher interessieren oder faszinieren. Ihre Taten, ihr Lebenswerk....warum auch immer. Nachfolgend könnt Ihr über einige von ihnen lesen:

 

DRACULA

Vlad III. (* um 1431 wahrscheinlich in Sighişoara; † Dezember  1476 in Bukarest), war 1448, 1456–1462 und 1476 Woiwode der Walachei.
Vlad III. trug wegen seiner Vorliebe für die Hinrichtungsart der Pfählung den Beinamen Ţepeş [ˈtsepeʃ] (deutsch der Pfähler).
Ein weiterer Beiname‚ Drăculea (deutsch Sohn des Drachen, vom lateinischen draco, Drache) leitet sich von der Mitgliedschaft seines Vaters Vlad II. Dracul im Drachenorden ab. Dieser Beiname wurde oft falsch als Sohn des Teufels übersetzt, da das rumänische Wort Drac Teufel bedeutet.
Dieser Beiname diente zusammen mit den sich um Vlad III. Ţepeş Drăculea rankenden Geschichten über seine legendären Grausamkeiten als Inspiration für Bram Stokers Roman Dracula.

Vlad III. wurde, wahrscheinlich im transsilvanischen Sighişoara, um das Jahr 1431 als zweiter Sohn des Vlad II. Dracul und der Prinzessin Cneajna aus dem Fürstentum Moldau geboren. Er hatte zwei Brüder, Mircea II. und Radu cel Frumos (deutsch Radu der Schöne). Obwohl seine Heimat die Walachei war, lebte seine Familie im Exil in Siebenbürgen, da sein Vater von dort ansässigen und das Osmanische Reich unterstützenden Bojaren vertrieben worden war. Im Jahr seiner Geburt hielt sich sein Vater in Nürnberg  auf, wo dieser in den Drachenorden aufgenommen wurde. Im Alter von fünf Jahren wurde auch Vlad III. in den Orden eingeführt.

Vlads Vater stand unter beträchtlichem Druck durch den osmanischen Sultan Murad II. Da eine türkische Invasion seiner Gebiete drohte, unterwarf er sich dem Sultan als Vasall und überließ ihm seine beiden jüngeren Söhne Vlad und Radu als Faustpfand, die in der Festung Egrigöz festgehalten wurden. Die Jahre als türkische Geisel formten die Persönlichkeit Vlads III. Er wurde des Öfteren wegen seines dickköpfigen und störrischen Verhaltens ausgepeitscht. Während dieser Zeit entwickelte er eine starke Abneigung gegen seinen Bruder Radu und seinen Entführer Mehmed II., den späteren Sultan. Zudem misstraute er seinem Vater, da dieser ihn als Geisel benutzte und durch sein Handeln den Eid auf den Drachenorden brach, der ihn verpflichtete, die Türken zu bekämpfen.

Neben geschichtlich relevanten Quellen bieten mündliche Überlieferungen und Flugschriften  mit Erzählungen eine weitere wichtige Quelle über das Leben Vlads III. Rumänische, deutsche, und russische Legenden haben allesamt ihren Ursprung im 15. Jahrhundert, und bieten zusätzliche Informationen über Vlad III. und seine Beziehung zu seinen Untertanen.

Die mündlichen Überlieferungen wurden seit dem 15. Jahrhundert als Geschichten und Erzählungen von einer Generation zur nächsten weitergegeben. Durch das fortlaufende Weitererzählen haben diese Geschichten durch subjektive Interpretation und individuelles Hinzudichten eine Eigendynamik entwickelt. Die als Flugschriften erschienen Erzählungen wurden kurz nach Vlads Tod zuerst in Deutschland, danach in Russland publiziert, teils zur breiten Unterhaltung, teils zum Erreichen politischer Ziele, und waren von lokalen und hauptsächlich politischen Vorurteilen geprägt. Die Flugschriften wurden über eine Zeitspanne von ca. dreißig Jahren herausgegeben.

Viele der in den Flugschriften erschienen Geschichten lassen sich in den rumänischen mündlichen Überlieferungen wiederfinden. Trotz einer generell positiveren Darstellung seiner Person beschreibt auch die rumänische mündliche Überlieferung Vlad als außergewöhnlich grausam und als einen oft launenhaften Herrscher. Vlad Ţepeş galt unter dem rumänischen Landvolk als ein gerechter Prinz, der seine Untertanen vor ausländischen Aggressoren wie den Türken oder vor deutschen Kaufleuten verteidigte, und als ein Verfechter des einfachen Mannes gegen die Unterdrückung der Bojaren. Vlad soll Bojaren zum Festmahl eingeladen haben und ihnen reichlich Wein angeboten haben. In Trunkenheit soll er ihnen gezielt ihre Meinung über ihn sowie Informationen über die Machenschaften und die Korruption der bekannten Bojaren entlockt haben. Daraufhin sollen diejenigen, die sich selbst belasteten, und diejenigen, die belastet wurden, gepfählt worden sein. Vlad Drăculea galt in seinem Land und gilt noch heute in Rumänien als gerechter Widersacher der Korruption.

Ein heute noch benutzter rumänischer Spruch lehnt sich an diesen Mythos an: Unde eşti tu, Ţepeş Doamne? (deutsch: Wo bist du, Ţepeş (Pfähler), Herr?) und wird im Bezug auf chaotische Zustände, Korruption, Faulheit etc. verwendet. Der Spruch ist eine Zeile aus einem polemischen Gedicht des Dichters Mihai Eminescu (1850–1889), in dem das nationalpolitische Desinteresse der rumänischen Oberschicht angegriffen wird. Eminescu fordert seinen imaginären Ansprechpartner Dracula auf, die Hälfte der Oberschicht wie einst die Bojaren zu pfählen und die andere Hälfte wie einst die Bettler und Herumtreiber in einer Festhalle zu verbrennen.
Vlads leidenschaftliches Beharren auf Ehrlichkeit bildet den Kern der mündlichen Überlieferungen. Viele der Anekdoten aus den publizierten Flugschriften und der mündlichen Überlieferung unterstreichen die rastlosen Bemühungen des Prinzen zur Eindämmung von Kriminalität und Verlogenheit.

Eine Reihe von Ortschaften wird mit dem Namen des Fürsten in Verbindung gebracht und touristisch vermarktet.
Ein Beispiel ist Schloss Bran (deutsch: Törzburg, ungarisch: Törcsvar) in der Ortschaft Bran, Kreis Kronstadt (Braşov). Historisch ist die Festung bis heute nicht als Heimat Drăculeas nachweisbar. Der Name Vlad Drăculea taucht in der wechselvollen Eigentümerliste nicht auf. Nur in einer Quelle wird erwähnt, dass der Fürst in der Burg Bran einmal übernachtet hat.
Für die Behauptung, Vlad sei in Sighişoara (deutsch Schäßburg) in Siebenbürgen zur Welt gekommen, gibt es keine Belege. Das Haus, in dem gemäß rumänischen Reiseführern sein Vater für kurze Zeit gelebt haben soll, ist erst nach dem großen Stadtbrand im Jahre 1676 gebaut worden.
Auch gibt es immer wieder Berichte, dass im Grab Vlad Drăculeas in Snagov keine Leiche zu finden sei, so auch nach einer Öffnung des Grabes im Jahre 1931. Bis heute ist jedoch nicht belegt, ob es sich tatsächlich um das Grab des walachischen Herrschers handelt.

Quelle: Wikipidedia

 

 

****************************************************

 

Edgar Allan Poe

Edgar Allan Poe wurde als Sohn der in England geborenen Schauspielerin Elizabeth Arnold Poe und des aus Baltimore stammenden Schauspielers David Poe in Boston geboren. Die beiden hatten 1806 geheiratet. Der Vater verließ die Familie 1810. Was danach aus ihm wurde, konnte bislang nicht aufgeklärt werden. 1811 starb Poes Mutter in im Alter von nur 23 Jahren an Tuberkulose. Der zweijährige Poe, sein zwei Jahre älterer Bruder William Henry Leonard und seine ein Jahr jüngere Schwester Rosalie blieben mittellos zurück.

Das Schicksal der als Schauspielerin und Sängerin beliebten Elizabeth Poe erschütterte die Damen der besseren Richmonder Gesellschaft. Die kinderlose Frances Allan überzeugte ihren Mann John Allan, der ein erfolgreicher Kaufmann war, Edgar Poe in die Familie aufzunehmen. (Seine Schwester Rosalie wurde von einer anderen Familie in Richmond aufgenommen, sein Bruder von Verwandten in Baltimore.) John Allans Verhältnis zu dem jungen Poe war zwiespältig: teils verwöhnte er ihn, teils war er übermäßig streng. Zwar gehörte der Junge zur Familie, wurde jedoch nicht adoptiert und Außenstehenden gegenüber als Mündel  bezeichnet. Dennoch nahm Poe den Zweitnamen Allan an. Zwar hatten die Geschäfte der Firma von John Allan und seines Geschäftspartners James Ellis 1812 unter dem Krieg gelitten, entwickelten sich danach jedoch gut. Die Firma beschloss deshalb 1815, ihre Geschäfte in Europa auszubauen, wozu sich John Allan, der ursprünglich aus Schottland stammte, 1815 mit Frau, Schwägerin und Ziehsohn nach Großbritannien begab.

Im Alter von 14 Jahren verliebte sich Poe in Jane Stanard, die 30jährige Mutter eines Schulfreundes. Einzelheiten über diese – vermutlich – bloße Schwärmerei sind nicht bekannt. Jane Stanard starb ein Jahr später in geistiger Umnachtung, und Poe besuchte wiederholt ihr Grab. Möglich ist, dass er in ihr Ersatz für seine verstorbene leibliche Mutter suchte. 1825/26 entwickelte sich eine Beziehung zwischen Poe und der etwa gleichaltrigen Sarah Elmira Royster. Diese endete jedoch, als Poe die Universität besuchte und Elmiras Vater, der die Beziehung ablehnte, Poes Briefe an sie abfing. Als Poe von der Universität zurückkehrte, war Elmira mit einem anderen verlobt.

Nach einem heftigen Streit mit John Allan im März 1827 verließ Poe das Haus der Allans und schiffte sich nach einigen Tagen nach Boston ein. Möglicherweise um Gläubigern zu entgehen, nahm Poe den Namen Henri le Rennet an (angelehnt an den Namen seines Bruders Henry Leonard). In Boston, dem Ort seiner Geburt und der Lieblingsstadt seiner Mutter, erschien im Juni oder Juli 1827 auf Kosten Poes sein erster Gedichtband Tamerlane and Other Poems. Das Buch, das nur eine sehr geringe Auflage hatte, blieb ohne kritische Resonanz.
Als das Buch erschien, hatte sich Poe bereits zum Dienst in der US Army verpflichtet. Der 18-Jährige gab an, er sei 22 Jahre alt und heiße Edgar A. Perry. Neben der Notwendigkeit, ein Auskommen zu finden, dürfte zu der Entscheidung auch beigetragen haben, dass Poes Großvater David Poe mit Auszeichnung im Amerikanischen Unabhängigkeitskrieg gedient hatte, außerdem verehrte Poe den im Griechischen Unabhängigkeitskrieg gestorbenen Lord Byron und sah in ihm, der ebenfalls ein großer Schwimmer war, ein nicht nur literarisches Vorbild.

1838 schlug Poe sich mit Arbeiten für verschiedene Zeitschriften durch. In The American Museum of Science, Literature, and the Arts  erschien im September eine seiner bedeutendesten Erzählungen, Ligeia.
In Philadelphia wurde Poe im Juni 1839 Redakteur und später Mitherausgeber von Burton's Gentleman's Magazine. Neben der Büroarbeit und seiner Redakteurstätigkeit schrieb er eine Vielzahl von Artikeln über so unterschiedliche Themen wie Sportgeräte, Vogelkunde, Ballonfahrten und Daguerreotypie. Dazu kamen wie zuvor Buchbesprechungen und auch Erzählungen wie The Man That Was Used Up, The Journal of Julius Rodman, William Wilson und The Fall of the House of Usher. Des Weiteren schrieb er Essays wie beispielsweise eine Abhandlung über Inneneinrichtung, The Philosophy of Furniture.

Im Dezember 1839 erschien die erste Sammlung von Erzählungen Poes unter dem Titel Tales of the Grotesque and Arabesque. Auf fünfhundert Seiten und in zwei Bänden versammelte sie fünfundzwanzig Geschichten. Das Buch wurde an die zwanzig Mal besprochen, und die meisten Rezensionen fielen positiv aus.
Im Juni verließ Poe Burton's und versuchte eine eigene Zeitschrift gründen, die The Penn heißen sollte, ein Wortspiel aus „pen“ (der Stift) und Pennsylvania. Später änderte er den Namen des Projekts in The Stylus und verfolgte es noch bis zu seinem Tod weiter. Es gelang ihm jedoch nie, das dazu nötige Startkapital aufzutreiben.
Anfang 1841 wechselte der Besitzer von Burton's, und die Zeitschrift wurde in Graham's Lady's and Gentlemen's Magazine umbenannt. Hier erschien Poes erste Detektivgeschichte The Murders in the Rue Morgue, in der er den Pariser Detektiv C. Auguste Dupin kreierte (das Wort „detective“ kam durch Poe in die englische Sprache). Weiter erschien dort The Colloquy of Monos and Una.
Im April 1842 verließ er Graham’s. Um ein sicheres Einkommen zu haben, bewarb er sich in dieser Zeit um eine Beamtenstelle beim Zoll. Trotz guter, durch Bekannte vermittelter Beziehungen in die Politik – anders wurden solche Positionen nicht vergeben – bekam er den Posten jedoch nicht.
1842 verschlechterte sich Virginia Poes Gesundheit. Sie erlitt beim Singen einen Blutsturz – ein sicheres Zeichen für ihre Tuberkulose. Die Erkrankung seiner Frau verarbeitete Poe in dieser Zeit in den Erzählungen Life in Death (später änderte er den Titel zu The Oval Portrait) und The Masque of the Red Death.
Im März 1842 lernte Poe in Philadelphia Charles Dickens kennen, dessen Werke er schätzte und wiederholt positiv besprach. Dickens versprach Poe, sich bei englischen Verlegern für seine Schriften einzusetzen (bis dato waren sie, da es kein internationales Copyright gab, in Großbritannien zwar nachgedruckt worden, Poe erhielt jedoch kein Honorar). Obwohl sich Dickens nach seiner Rückkehr nach England für Poe einsetzte, hatten seine Bemühungen keinen Erfolg.

 In New York arbeitete Poe für den Evening Mirror, wo er vor allem journalistische Kurztexte unterschiedlichster Art veröffentlichte und Artikel anderer Journalisten redigierte. Das brachte ihm ein sicheres Einkommen von 15 US-Dollar in der Woche ein. Literarische Arbeiten brachte er in anderen Magazinen unter. Zu den wichtigsten aus dieser Zeit gehören The Oblong Box und die Dupin-Geschichte The Purloined Letter (beide 1844). Auch sein bekanntestes Gedicht The Raven (1845) entstand in New York.
Der Erfolg von The Raven machte Poe erstmals auch als Lyriker bekannt. Das Gedicht wurde vielfach nachgedruckt und Poe immer wieder zu Rezitationen eingeladen. Den Erfolg nahm er zum Anlass, in dem Aufsatz The Philosophy of Composition (1846) seine dem Ästhetizismus und Symbolismus den Weg bereitende Auffassung von Dichtung darzulegen. Laut Poe kommt es bei einem Gedicht vor allem auf die „Einheit des Effekts“ an. Die Komposition von Lyrik beschreibt er als methodische, analytische Arbeit, die nichts mit Spontanität oder Intuition zu tun habe. Ob dies den tatsächlichen Prozess der Entstehung von The Raven beschreibt, ist fraglich.

Poe starb am 7. Oktober 1849 in Baltimore. Die Umstände seines Todes sind unklar, die Todesursache ist unbekannt. Es gibt hierzu zahlreiche Theorien, von denen einige wahrscheinlicher sind als andere. Bewiesen ist jedoch keine.
Poe verließ Richmond am Morgen des 27. September 1849. Ziel seiner Reise war sein Haus in Fordham. Dort wollte er die Vorbereitung seiner Hochzeit mit Elmira Shelton vorantreiben und auf dem Weg Abonnenten für seine geplante Zeitschrift The Stylus gewinnen. Der erste Abschnitt von Poes Reise führte per Schiff von Richmond nach Baltimore. Was in der folgenden Woche geschah, und wo Poe sich in der Zwischenzeit aufhielt, ist unbekannt.
Am 3. Oktober 1849 traf ein Drucker namens Joseph W. Walker Poe vor dem Lokal Ryan's Tavern (auch bekannt als Gunner's Hall) an. Poe machte einen abgerissenen und verwirrten Eindruck und schien betrunken und/oder schwer krank zu sein. Walker verständigte auf Poes Bitte hin einen Bekannten, Dr. Joseph E. Snodgrass. Da ein ebenfalls verständigter Verwandter Poes es ablehnte, sich um ihn zu kümmern, wurde Poe in das Washington Medical College eingeliefert. Dort kümmerte sich der Arzt Dr. John J. Moran um ihn. Moran hinterließ mehrere Berichte über Poes Zustand und Tod. Sie sind wesentlich später verfasst, widersprechen sich selbst sowie den Zeugnissen anderer Augenzeugen in zahlreichen Punkten und sind, da Unterlagen des Krankenhauses nicht erhalten sind, für die Forschung kaum zu verwerten.
Die Zahl der Theorien darüber, woran Poe starb, ist groß. Sie reicht von Selbstmord und Mord, über Cholera, Tollwut, Diabetes, Syphilis, Alkoholismus bis hin zu der (ebenfalls unbelegten) Annahme, Poe sei das Opfer von so genannten Wahlschleppern geworden, skrupellosen Helfern von Politikern, die an Wahltagen Menschen von der Straße aufgriffen, sie betrunken machten und sie so dazu bringen wollten, für „ihren“ Kandidaten zu stimmen.
Poe wurde in Baltimore auf dem Friedhof der ehemaligen presbyterianischen Westminster Kirche (heute: Westminster Hall and Burying Ground) begraben. Virginia und Maria Clemm wurden nach einer Umbettung neben ihm beigesetzt.

Quelle: Wikipedia

 

 

 

******************************************

Die Blutgräfin Bathory

Elisabeth Báthory, verheiratete Elisabeth Nádasdy war eine ungarische Gräfin aus dem Hause der Báthory von Ecsed. Ihre möglicherweise politisch motivierte Verurteilung als Serienmörderin im Jahr 1611 gab Anlass zur Herausbildung der Legende einer "Blutgräfin", die die reale historische Person verdrängt hat und den Stoff für zahlreiche künstlerische Bearbeitungen abgab. Elisabeth Báthory war eine Tochter des adeligen Militärs Georg Báthory von Ecsed und der Anna Báthory von Somlyó, der älteren Schwester des regierenden polnischen Königs Stephan Báthorys. Dabei war Georg der dritte von vier Ehegatten der Anna Báthory. 1571 wurde sie mit elf Jahren mit dem 11 Jahre älteren Franz Nádasdy verlobt. Dessen Mutter Ursula hatte zwei Jahre vorher Schloss Čachtice  als Mitgift für ihn gekauft und starb im Jahr der Verlobung. Die Hochzeit zwischen den beiden fand am 9. Mai 1575 statt, als sie 15 und er 26 Jahre alt war. Báthory änderte ihren Nachnamen in Báthory-Nádasdy. Die Eheschließung soll auch Anlass für ihren Übertritt zum Luthertum gewesen sein.
Das Paar Báthory-Nádasdy wohnte auf Burg Čachtice (ungar. Cséjthe) zwischen Piestany und Neustadt an der Waag in der Gegend von Neutra (ungar. Nyitra, slowak. Nitra). Franz war oft außer Haus und kämpfte als Kommandant im königlichen Ungarn gegen die Osmanen. Er nahm an den Rückeroberungen von Esztergom, Vác, Székesfehérvár, Visegrád und Győr teil, wurde zum Ritter geschlagen und erwarb sich durch sein hartes Vorgehen den Beinamen "Schwarzer Ritter".
1585 gebar Báthory im Alter von 25 Jahren ihr erstes Kind, die Tochter Anna. Ein Gemälde von Báthory wurde im gleichen Jahr gemalt. 1586 bis 1594 bekam sie Ursula und Andreas, die beide als Kinder starben, und danach Katharina. Báthory war bereits 38 Jahre alt, als 1598 der Sohn Paul, Haupterbe des Paares, geboren wurde.
Ihr älterer Bruder Stephan, Erbe der Báthory von Ecsed, war kinderlos geblieben, so dass er Elisabeth Báthory 1600 in seinem Testament bedachte. 1601 erkrankte Franz in Pozsony (heute Bratislava).
1602 kam es zu Aktivitäten von Geistlichen gegen Franz und Elisabeth in Keresztúr. 
Schließlich starb Franz am 4. Januar 1604 an seiner Krankheit, und Báthory erbte dessen gesamtes Vermögen. Nachdem sie 1605 auch ihren Bruder Stephan beerbt hatte, ballte sich große Macht in ihrer Hand. Sie besaß Lehen, Güter und Immobilien von Transsylvanien bis hinein nach Österreich, hauptsächlich aber in Nord-Ungarn, der heutigen Slowakei. Viele der Burgen waren strategisch wichtig, insbesondere Devín an der Donau oberhalb von Pozsony (heute Bratislava). Am 27. März 1606 waren Heiducken  des Aufständischen István Bocskay in Čachtice.
Báthory agierte als Familienoberhaupt, was damals für eine Frau ungewöhnlich war. 1604 verheiratete sie ihre Tochter Anna mit Miklós Zrinyi. Ihren Sohn und Erben Paul ließ sie durch Graf Emmerich Megyéry den Roten erziehen. Die Tochter Katharina verlobte sie mit Georg Drugeth von Homonna, die Hochzeit fand am 6. Januar 1610 auf Čachtice statt. Durch den Tod ihres Bruders Stephan war dieser auch als Erzieher des Großneffen ihrer Mutter Gabriel Báthory von Somlyó und seiner Schwester Anna ausgefallen. 1608 wurde Gabriel Báthory Wojewode von Transsylvanien.

Auf Befehl des habsburgischen Königs Mathias II. (ung. Mátyás) von Ungarn stürmte und durchsuchte Graf Georg Thurzo von Bethlenfalv, seit 1609 Palatin von Ungarn und Vetter von Báthory, am 29. Dezember 1610 die Burg Čachtice. Báthory wurde wegen vielfachen Mordes an Dienerinnen 1611 unter Hausarrest gestellt. In Bitcse wurden zwei Prozesse abgehalten, je einer in Ungarisch und in Latein. Da man daran Báthory selbst weder teil-, noch irgendwie dazu Stellung nehmen ließ, bestand der Prozess nur aus der Vernehmung von Mitangeklagten und Zeugen. Die Aussagen dieser Mitangeklagten wurden laut den Prozessunterlagen einmal freiwillig, ein weiteres Mal unter der Folter erbracht. Anna Darvula galt ebenfalls als Täterin, war aber schon vor der Erstürmung der Burg gestorben.
Als Resultat des Prozesses wurden Dorothea und Helena die Finger abgerissen und beide dann lebendig verbrannt. Johannes wurde geköpft, seine Leiche auf dem Scheiterhaufen verbrannt. Katharina wurde zunächst in Haft belassen und nicht sofort verurteilt, da sie teilweise durch Zeugenaussagen entlastet war. König Matthias verlangte das Todesurteil gegen die Gräfin Báthory, Thurzo stimmte dem jedoch nicht zu. Báthory wurde in einem kleinen Zimmer auf ihrer Burg Čachtice eingemauert und hatte bis zu ihrem Lebensende nur noch durch ein kleines Loch in der Mauer Kontakt zur Außenwelt.
Ende Januar 1611 wurde Báthory von Georg Drugeth von Homonna, der Erbansprüche geltend machte, aufgesucht. Am 8. Oktober gab es ein Treffen der beiden Erben, bei dem die Aufteilung des Erbes diskutiert wurde. Am 31. Juli 1614 machte Báthory ihr Testament, das eine gleichmäßige Aufteilung ihres Eigentums unter ihre Kinder vorsah und Paul als Stammhalter einsetzte. Am 18. August verhandelten Paul und Homonna um das Erbe. Báthory starb am 21. August in ihrer Zelle und wurde am 25. November in der Kirche zu Čachtice beigesetzt. Am 13. August 1615 starb ihre Tochter Anna kinderlos und fiel als Erbin aus, so dass sich Paul und Homonna am 9. März 1616 auf die Aufteilung des Erbes einigten.

Die Prozessunterlagen schildern, dass Báthory viele Mädchen auf ihre Burgen gelockt hat, um sie dort auf vielfache Weise nackt zu Tode zu foltern. Nach den Prozessakten hat Thurzo sofort nach Betreten der Burg Čachtice die ersten Mädchenleichen gefunden. Báthory und ihre Diener(innen) haben laut den Aussagen folgende Foltermethoden praktiziert: Fesselung, Schläge und Auspeitschung bis zum Tode, Schnitte mit der Schere, Stiche mit Nadeln, Verbrennungen mit heißem Eisen und Wasser, Übergießen mit Wasser im Frost, brennendes Ölpapier zwischen den Zehen, Ohrfeigen und Messerstiche.
Dorothea sagte aus, von 36 getöteten Mädchen zu wissen. Eine andere Zeugenaussage beinhaltet die Existenz eines Tagebuches der Báthory, in dem die Tötungen von 650 Mädchen beschrieben seien. Dieses Buch ist bis dato unpubliziert. Eine weitere Zeugin gab an, auf Schloss Sárvár seien ihres Wissens über 80 Mädchen getötet worden.
Michael Farin, der als Herausgeber der aktuellen deutschsprachigen Quellensammlung zu Báthory sowohl die zeitgenössischen Quellen, als auch die Entstehung der späteren Báthory-Legende dokumentiert hat, hält die historische Báthory nicht für unschuldig, ebenso György Pollák.
Eine Variation dieser Auffassung besagt, dass Báthorys Verhalten lediglich exzessiver war als das anderer Hochadliger. Sie sei demzufolge nur angeklagt worden, weil sie sich nicht mit Bauernmädchen begnügte, sondern schließlich auch Mädchen aus dem niederen Adel Ungarns umbrachte, darunter die Sängerin Helene (ung. Ilona) Harczy, die sie in Wien kennengelernt hatte.
Tony Thorne, Direktor des Sprachenzentrums am King's College der Universität von London, der alternative Subkulturen und Kulte in Gegenwart und Vergangenheit erforscht, reiste nach Osteuropa und diskutierte mit osteuropäischen Gelehrten, die kontroverse Standpunkte über die Schuld von Báthory vertraten. Diese Gespräche fügte er in seine 1997 erschienene Dokumentation Countess Dracula, The life and times of the Blood Countess, Elisabeth Báthory, ein.
Thorne führt für die Unschuldsvermutung folgende Argumente an:
Da ihr Gatte Nádasdy gestorben war, war Báthory schutzlos. Georg Thurzo hatte schon vor ihr hochadelige Witwen kaltgestellt, um sich in deren Besitz zu bringen, was Báthory in einem Brief an ihn erwähnte, in dem sie schrieb, sie werde nicht gleichermaßen ein leichtes Opfer sein.
Bei der Behandlung von Dienerinnen niedrigen Standes durch Hochadelige war damals die Prügelstrafe allgemein üblich und wurde auch von Georg Thurzo selbst ausgeübt.
Die medizinischen Verfahren der Zeit, die von hochadeligen Frauen an ihren Dienerinnen praktiziert wurden, waren ähnlich weit entwickelt wie die damalige Rechtsprechung.

Quelle: Wikipedia

Die Geschichte der Blutgräfin wurde in vielen Büchern verwendet und inspirierte Bram Stoker u.a. zusammen mit den Geschichten von Vlad dem Pfähler zu seinem Erfolgsroman "Dracula". Auch Wolfgang Hohlbein band Elemente aus der Geschichte um Bathory in seine Reihe "Die Chronik der Unsterblichen" ein.

 

 

**************************

 

Die Bestie vom Gévaudan

Als Bestie vom Gévaudan (frz. La bête du Gévaudan) bezeichnet man den bis heute nicht bekannten Verursacher einer Serie von mörderischen Überfällen mit rund 100 Opfern, die sich von 1764 bis 1767 in Frankreich, in der Gegend des Gévaudan, einer einsamen Gegend der Auvergne (heutige Départements Lozère und Haute-Loire) ereignete.
Die Geschichte der Bestie vom Gévaudan ist kein Mythos, sondern beruht auf nachweisbaren Tatsachen. Mehrere zeitgenössische Dokumente erlauben es, die rätselhaften Ereignisse weitgehend nachzuvollziehen. Dies sind insbesondere:

 - Die Pfarrregister aller Pfarreien, in denen die Bestie wütete, und in denen die Namen der 102 Opfer
  verzeichnet sind
  - der Briefverkehr zwischen den Polizeiverantwortlichen der Auvergne in Clermont und des Languedoc in Montpellier mit ihren örtlichen Vertretern im Gévaudan
 -  zahlreiche Berichte über die vom König befohlenen Treibjagden
  - zeitgenössische Zeitungsartikel und Zeichnungen.

Der erste, behördlich registrierte Überfall fand am 30. Juni 1764 statt. Die 14-jährige Jeanne Boulet aus der Pfarrei Saint-Étienne-de-Lugdarès wurde grausam entstellt tot aufgefunden. Nach diesem ersten Überfall suchte das Monstrum weitere Kinder, Heranwachsende und Frauen heim, die grauenhaft verletzt aufgefunden wurden. Allerdings gibt es Dokumente, die die Vermutung nahelegen, dass einige Fälle schwerer Verletzungen, die bereits vor dem ersten registrierten Fall stattfanden, möglicherweise ebenfalls von dem „Tier“ verursacht worden waren.
Im September 1765 schoss der persönliche Beauftragte des Königs einen stattlichen Wolf. Antoine wollte wegen des Kopfgeldes sicher sein, auch die richtige Bestie erlegt zu haben. Er wartete daher einige Wochen, ob sich weitere Taten ereigneten. Als nichts geschah, reiste er ab, um sich in Paris feiern und belohnen zu lassen.
Am Südhang des Mouchet-Berges wurden am 2. Dezember 1765 erneut zwei Kinder angefallen. Da aber die Belohnung bereits ausgezahlt war, leugneten die Behörden die Geschehnisse. Was in den folgenden Monaten in der Gegend geschah, ist nur unzureichend dokumentiert, da die Jäger und Chronisten bereits abgereist waren. Jedenfalls fanden zahlreiche Pilgerzüge zur Kirche am Fuß des Chauvet-Berges statt. Als Waffe gegen übernatürliche Wesen ließ Jean Chastel de la Besseyre Saint Mary (Vater von Pierre und Antoine) in der Kirche seine Kugeln segnen.

Quelle: Wikipedia

Verfilmt wurde die Geschichte u.a. als "Pakt der Wölfe".

Und Fantasy-Autor Markus Heitz verwendete sie in seinen Romanen "Ritus" und "Sanctum".
 

free counters

Counter gratis