Haltern am See - Dort wohnen, wo andere Urlaub machen

Mit ihren knapp 39.000 Einwohnern liegt Haltern am See zwischen Ruhrgebiet und Münsterland. Zur Stadt Haltern gehören auch die umliegenden Ortschaften Sythen, Lavesum, Flaesheim, Hullern und Lippramsdorf.

Hier fühlten sich schon vor über 2000 Jahren die alten Römer wohl. Davon zeugen noch heute zahlreiche archäologische Funde.
Man kann sie im berühmten Römermuseum bewundern.

Nicht nur unser traumhaft schöner Stausee ist zu jeder Jahreszeit einen Besuch wert.

Auch die Silberseen und die herrliche Erholungslandschaft an Lippe und Stever mit ausgedehnten Wald- und Heideflächen sind beliebte Ziele für Ausflügler per pedes, mit dem Auto und besonders mit dem Fahrrad.

Die historische Altstadt mit ihrem besonderen Flair lädt zum Shoppen und Flanieren ein.

 

Die Stadtgeschichte:

Entlang der Lippe zogen die Römer von Westen her immer tiefer ins westfälische Hinterland vor und legten Militärlager in Holsterhausen, Haltern, Oberaden, Beckinghausenund Anreppen an. Das Vorhaben, Germanien zu einer römischen Provinz zu machen, scheiterte im Jahr 9 n. Chr. mit der Varusschlacht. Auf dem heutigen Stadtgebiet Halterns gab es mehrere teils befestigte Lager und Kastelle sowie einen Hafen an der Lippe. Viele Funde aus dieser Zeit sind im überregional bedeutsamen Westfälischen Römermuseum in Haltern am See ausgestellt.

Am 3. Februar des Jahres 1289 erhielt das damalige Halteren die niederen Stadtrechte von seinem Landesherrn und Fürstbischof von Münster, Everhard von Diest, und damit das Recht, eine Stadtmauer zu errichten, von der noch der Siebenteufelsturm erhalten ist. Der Verlauf der alten Wallanlagen lässt sich anhand der ringförmigen kleinen Wallstraßen um die Kernstadt erahnen (Straßen außerhalb des ehemaligen Walls: Alisowall, Schüttenwall usw.). Ein Hochwasser zum Jahreswechsel 1569/1570 führte dazu, dass die Lippe ihr Bett verließ und ihren heutigen Verlauf, 900 Meter südlich des Stadtzentrums, einnahm.

Neben vielen anderen Städten Westfalens war auch Haltern Mitglied der Hanse und zwar seit dem 14. Jahrhundert bis 1611. Aktivitäten Halterner Bürger im Handelsbund der Hanse sind sogar noch weiter zurückzuverfolgen. Heute ist Haltern am See Mitglied im Internationalen Hansebund der Neuzeit sowie im Westfälischen Hansebund, die mit ihrer Neugründung in den 1980er Jahren die Hanse wiederbelebt haben.

Zur Zeit der Besetzung durch Napoleon im frühen 19. Jahrhundert gab es in Flaesheim eine Zentralrendantur, vergleichbar mit einer heutigen Kreisverwaltung.

1963 wurde im Ortsteil Lippramsdorf Schacht 8 der Zeche Auguste Victoria niedergebracht. Er ist einer der letzten betriebenen Schächte des Ruhrbergbaus. Der 1990 bei Haltern-Eppendorf in Betrieb gegangene Schacht 9 der Anlage wird zur Bewetterung genutzt. Im Waldgebiet der Haard wurden 1980 die Schächte Haltern 1 und Haltern 2 des Bergwerks Blumenthal/Haard abgeteuft. Sie dienten bis 2006 vor allem der Seilfahrt.

Seit 1908 gab es in Haltern eine Pumpstation zur Förderung von Trinkwasser für das nördliche Ruhrgebiet. Die Wassergewinnung ist stetig ausgebaut worden und hat mit der Vollendung des Hullener Sees im Jahr 1985 ihren vorläufigen Endpunkt erreicht. Seit dem 1. Dezember 2001 trägt Haltern offiziell den Namen Haltern am See. Der Zusatz „am See“ dient nicht der Vermeidung von Verwechslungen, sondern allein der Tourismuswerbung. Die Namensgebung wurde von einem internen kommunalen Streit begleitet, da Haltern am See ein Kurort werden sollte, was jedoch durch die Luftverschmutzung bei Südwind durch den Chemiepark Marl verhindert wurde. Nicht zuletzt touristisch, aber auch finanziell hätte die Ernennung zu einem Kurort Vorteile für die Stadt gehabt.

 

  

        

 

 

 

 

 

    

 

 Winter 2010 in Haltern am See

 


  

Sagen, Mythen und Legenden rund um Haltern am See

Das Lohmännchen

Gut einen Meter soll es groß gewesen sein und in einer Niederung am Fuße des Treckeberges, die den Namen "Zum Loh" führte, gehaust haben. Für unsere Vorfahren war das Lohmännchen kein angenehmer Zeitgenosse, es erschreckte und ärgerte, es bestrafte sogar mit dem Tod. Deshalb wurden früher Geschichten vom Lohmännchen mit einigem Respekt erzählt.

Heute erinnert am Eingang zur Fußgängerzone eine Bronzestatue an die Sagenfigur.

 

Das weiße Mütterchen

In alter Zeit ging in Haltern die Mähr von einem weißen Mütterchen um. Die alte und gebrechlich wirkende Frau soll Leute ansprechen, die allein unterwegs sind und diesen einen verborgenen Schatz versprechen. Wer sich aber überreden lässt, mit ihr zu gehen, ist verloren, denn sie ist eine Hexe, die Menschenopfer für ihre grausamen und rituellen Handlungen sucht.

 

Der Höllenhund in der Rekumer Straße

Er spukte in einem damals verlassenen Haus an der Ecke Rekumer Straße/Kirchplatz und in dunklen Nächten hörten die Halterner Bürger grauenhaftes Heulen und Kettengerassel und in der Finsternis sah man glühende Augen. Ein Franziskaner Mönch aus Dorsten kam schließlich zur Hilfe und mit Gebeten wurde der Hund überwältigt und mit einer starken Kette gefesselt. Dann wurde es in die Hohe Mark geschleppt. Doch jedes Jahr an einem bestimmten Tag rückt das Untier einen Hahnentritt näher an die Stadt heran und wenn es einst die alten Mauern wieder erreicht hat, ist es frei und kann erneut sein Unwesen treiben....

 

Die Moorhexe

Man erzählt sich, dass damals in Lavesum junge Mädchen verschwanden. Eines davon war Ludiwina. Sie war auf dem Weg von Merfeld, wo sie bei der Ernte geholfen hatte, nach Hause nach Lavesum. Im hellen Mondlicht hatte sie zunächst keine Mühe, dem ihr bekannten Weg zu folgen, doch plötzlich sog eine heraufziehende Finsternis das Mondlicht vollkommen auf und das Mädchen verirrte sich. Doch dann sah sie trotz der Dunkelheit eine lebensgroße Frau mit langen, wallenden Haaren. Sie lächelte und öffnete schweigend ihren weiten Mantel, mit dem sie das gar nicht mehr ängstliche Mädchen einhüllte. Die Frau hob das Kind durch die Lüfte aus dem Moor auf festeren Boden, öffnete ihren Mantel und gab Ludiwina noch einen Kuss auf die Stirn. Dann war sie verschwunden. Schnell lief das Mädchen nach Hause. Aber sie wurde krank und fühlte ein starkes Brennen auf der Stirn, dort wo die Frau sie geküsst hatte. Nach 2 Tagen war das Mädchen tot. Die Moorhexe hatte es durch ihren Kuss in ihr Reich geholt.

 


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